Ziele & Aktivitäten

In Israel – wie in jedem demokratischen Staat mit pluralistischer politischer Kultur – besteht die natürliche Aufgabe der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) in der Förderung der politischen Ziele und der Tätigkeit liberaler Parteien, Organisationen und Individuen sowie in der Unterstützung junger, liberaler Führungskräfte.

Nach dem Zusammenbruch des organisierten Liberalismus in Israel, hat die FNF das „Liberale Projekt“ initiiert, das sich die Sammlung liberaler Kräfte in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie eine Neubelebung der liberalen Bewegung in Israel zum Ziel gesetzt hat. In einem Land, in dem der Begriff Liberalismus oft mit negativen Stereotypen belegt ist, versucht die FNF diesen Eindruck zu korrigieren, indem sie liberale Werte und Ideenkonzepte verbreitet, mit denen sich weite Teile der Bürgergesellschaft zu identifizieren vermögen.

Um diese Ziele zu erreichen, knüpft die FNF Kontakte zu liberal orientierten Organisationen und Personen und führt Programme zur politischen Erwachsenenbildung durch – eigenständig oder in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen. Die Zielgruppen der Stiftungsarbeit sind liberale politische Gruppierungen, die liberal ausgerichtete Öffentlichkeit, nationale und ethnische Minderheiten wie die palästinensischen Bürger Israels oder die russischsprachigen Einwanderer.

Die FNF hat eine Alumni-Vereinigung der Teilnehmer an Stiftungsprogrammen in Israel, Deutschland und weltweit ins Leben gerufen, deren Mitglieder eigene Programme der politischen Erwachsenenbildung zu liberalen Themen entwickeln und mit Hilfe der Stiftung durchführen.

Die Bildungsveranstaltungen der FNF und ihrer Partner umfassen klassische liberale Themen wie individuelle Freiheit und Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft und Menschenrechte. Sie stellen jedoch auch den Bezug her zu aktuellen Themen aus dem Bereich des Nahostkonflikts und zu internen gesellschaftlichen Fragen.

Im Rahmen der Stiftungsarbeit zur Förderung von Menschen- Bürger- und Minderheitenrechten zählt die Verbesserung des sozio-politischen Dialogs zwischen der jüdischen Mehrheit und der palästinensischen Minderheit in Israel zu den primären Aufgaben. Bürgerliche Emanzipation der palästinensischen Bevölkerung und die allgemeine Bewusstseinsbildung mit Blick auf die problematische Lage dieser Minderheit sind zwei wichtige Mittel zur Erreichung dieses Ziels. In diesem Bereich kooperiert die Stiftung mit lokalen, palästinensisch-arabischen und jüdischenNROen in Israel.

Aufgrund des besonderen und komplexen historischen Verhältnisses zwischen Deutschland und Israel ist die Festigung und Förderung der deutsch/europäisch-israelischen Beziehungen ein weiteres vorrangiges Ziel der Stiftungsarbeit. Zu diesem Zweck führt die Stiftung in Kooperation mit akademischen Institutionen und Netzwerken Veranstaltungen zu verschiedenen historischen wie auch aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen durch.

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