Dialog Israel-Palästina
Die Erfahrung lehrt, dass gegenseitiges Verständnis und lebendiges Miteinander nicht „von oben“ diktiert werden, sondern nur durch die Interaktion an der gesellschaftlichen Basis entstehen können. Dies trifft insbesondere auf eine Region wie den Nahen Osten zu, wo der gewaltsame Konflikt seine zerstörerischen Spuren in allen Lebensbereichen hinterlassen hat. Daher versucht die FNF, durch den direkten Austausch zwischen Menschen ein tieferes gegenseitiges Verständnis und eine Veränderung der jeweiligen Wahrnehmung herbeizuführen – Voraussetzung für eine Bewältigung gegenseitigen Misstrauens und von Feindseligkeit.
Zu diesem Zweck führt die FNF – allein oder in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen – israelisch-palästinensische Dialogprogramme durch, welche den Teilnehmern die Möglichkeit bieten, offen ihre Meinung zu historischen, politischen und kulturellen Aspekten des israelisch-palästinensischen Konflikts auszutauschen und Wege der Konfliktlösung und zu gegenseitigem Verständnis zu diskutieren. Ein herausragendes Beispiel ist das Projekt „Shared Histories“ („Geteilte Geschichte[n]“, ein Dialog zwischen israelischen und palästinensischen Historikern und Intellektuellen unterschiedlicher Disziplinen über kontroverse Auffassungen zu geschichtlichen Entwicklungen in der Region. Das Projekt ist eine Kooperation der Stiftung mit dem israelischen Yakar Center for Social Concern, West-Jerusalem, und dem Palestinian Center for the Dissemination of Democracy and Community-Development (Panorama Center), Ost-Jerusalem.
Einen wichtigen Bestandteil der von der FNF durchführten Dialogprogramme bildet unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Peres Center for Peace zu wirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Themen.